Gemüseanbau Braun Zeiskam: EinzelAnsicht

16. Juni 2011

Regionales und exotisches Grün- und Buntzeug

 

Bericht in der Rheinpfalz Nr. 238 (ast)

Regionales und exotisches Grün- und Buntzeug

Der Hofladen Braun will bekannter werden und sich neben der Discounter-Konkurrenz etablieren - Regelmäßig auf Neustadter Wochenmarkt

Violett blühen die Artischocken, golden die Sonnenblumen: Wer den Hofladen des Gemüsehofes Braun in Zeiskams Hauptstraße betritt, kann in bunten Sinnengenüssen schwelgen und findet auf den rund 20 Quadratmetern auch so manches Exotische. Ingwer gibt´s hier ebenso wie Zitronengras, Chili, Physalis, violette und gelbe Radieschen sowie runde gelbe Zucchini.

Seit gut einem Jahr gibt es den Hofladen, sagt Martin Braun, der den Gemüsehof zusammen mit seiner Schwester Karin und den Eltern Alois und Katharina als Familienbetrieb führt. Wesentlich länger sei die Familientradition im Gemüseanbau: Schon seit 1872 fahren die Familien Braun und SInn auf den Neustadter Wochenmarkt - einst mit dem Fuhrwerk. Nachts um 1 Uhr ging es los, damit man um 5 Uhr auf dem Markt ankam. Auf dem Heimweg kehrte der Großvater gerne ein - das Pferd fand alleine heim in den Stall, während der Bauer auf dem Kutschbock selig schlief.

Bis heute mache der Betrieb seinen Hauptverdienst zu fast 90 Prozent auf dem Neustadter Wochenmarkt, wo der Gemüsehof Braun im Sommer dreimal, im Winter zweimal pro Woche mit einem Stand vertreten ist. Dort zählten nicht nur Privatleute, sondern auch Restaurants zu den Stammkunden, berichtet der Chef. Für die Kunden und für die Brauns seien Frische, Herkunft, Geschmack und Anbaumethode wichtiger als das Aussehen der Produkte. Auch der Großverbraucher wie beispielsweise Kindergärten beliefert der Betrieb, der Brauns Angaben zufolge zu denjenigen mit einem sehr großen Spektrum gehört. Von der Artischocke bis zur Zucchini seien alle nur denkbaren Gemüsesorten im Anbau, der nach biologischen Methoden erfolge. Außerdem werden unterschiedliche Salatsorten, Zier- und Esskürbisse, Tomaten, Gurken, Paprika, verschiedene Kräuter und vieles mehr von den Feldern des kleinen Betriebes je nach Jahreszeit geerntet.

Im Sommer liegt der Eigenanteil bei 80 Prozent, im Winter bei rund 30 Prozent.

Der Hofverkauf sei noch in den Anfängen und müsse noch bekannter werden und sich gegen die große - auch oft preisgünstigere Konkurrenz - etablieren. Hinzu komme, dass der Laden wegen des Wochenmarkts und der Arbeit in der Landwirtschaft nicht täglich geöffnet sei, was so manchem Kunden das Kommen erschwere. Geänderte und längere Öffnungszeiten sowie Investitionen in die Errichtung eines kleinen Hofladens sind bei steigendem Kundeninteresse Pläne, die Braun in naher Zukunft umsetzen möchte. Qualität, Frische, Geschmack, Regionalist und ein großes Angebot von Produkten aus Bio-Anbau seien die klaren Vorteile gegenüber den Discountern. (ast)


Aktuelles:

16.06.11 00:00

Regionales und exotisches Grün- und Buntzeug

Bericht in der Rheinpfalz Nr. 238 (ast)


Kat: News